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Editorial

Unnötiger und überteuerter Asylheim-Kauf

Mit dem Entscheid des Schwyzer Kantonsrates vom vergangenen Mittwoch, wurde eine Ausgabenbewilligung von 6.745 Millionen Franken für den Kauf der Liegenschaft Degenbalm in Morschach (dem heutigen Asylheim samt Chalet) bewilligt. Einzig die SVP-Fraktion sprach sich grossmehrheitlich gegen diesen unnötigen und völlig überteuerten Asylheim-Kauf aus.

Unnötig deshalb, weil der Kanton bereits mit dem Kauf der Liegenschaft / dem heutigen kantonalen Durchgangszentrum für Asylanten Biberhof in Biberbrugg genügend Fläche zur Verfügung hätte, um eine entsprechende Erweiterung an Ort und Stelle vorzunehmen, sprich sämtliche vom Bund zugeteilten Asylanten inskünftig an einem Standort unterzubringen. So wurde bereits im Ratssaal und im Zuge der Abstimmungskampagne von Seiten der Regierung immer wieder darauf hingewiesen, dass dies aufgrund der guten Lage (direkt neben dem Sicherheitsstützpunkt) und der frei vorhandenen Fläche rundherum ein ausbaufähiges Bauobjekt sei. Immerhin belief sich der Kauf des Asylheims Biberhof im Jahre 2018 auf rund 5.4 Millionen Franken – zusätzlich wurden über 250`000 Franken für Sanierungs- und Renovationsarbeiten aufgewendet. Wieso also Liegenschaften und Landflächen auf Vorrat kaufen?

Im Gegensatz zur damaligen Sachvorlage haben nun aber sämtliche SVP-Mitglieder der vorberatenden Kommission für «Bauten, Strassen und Anlagen» zum Erwerb der Liegenschaft Degenbalm in Morschach auch weitergehende bzw. substanzielle Mängel an der Liegenschaft selbst festgestellt und dies im Kantonsrat auch entsprechend zum Ausdruck gebracht. So erfüllt das Chalet (Mehrfamilienhaus) mit Baujahr 1920 und vor geraumen 28 Jahren sanierte Gebäude bei Weitem nicht die kantonalen und gesetzlich vorgeschriebenen Minergie-Standards bzw. es muss dahingehend mit kaum absehbaren und horrenden Kostenfolgen saniert werden. Auch das «Hotel Degenbalm», in welchem die Asylanten derzeit untergebracht sind, ist mit Baujahr 1856 – man rechne: 164 Jahre alt! Kaum zu erwähnen, dass auch dieses Gebäude energetisch auf dem Tiefpunkt ist und der Kanton auch hier seiner eigentlichen Vorbildfunktion gerecht wird. Kurzum: Eine regelrechte «Bruchbude», welche besser heute als morgen abzureissen wäre! Bedenkt man, dass über die vergangenen Jahre Millionen von Mietzinsaufwendungen von Seiten des Kantons für diese Art der Asylanten-Unterbringung aufgewendet wurden. Aber nein, jetzt wird gleichzeitig mit dem Kauf auch noch eine halbe Million investiert um das Gebäude auf einen Stand zu bringen, um den Betrieb des Asylheimes weiterhin aufrechtzuerhalten.

Ungeachtet dieser Tatsachen, hat nun aber eine überwiegende Mehrheit des Kantonsrates dem Kauf des Asylheims Degenbalm in Morschach zugestimmt, so dass sich nicht einmal die Stimmbevölkerung, als eigentliche Kostenträger, abschliessend zur Sachvorlage äussern kann.

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SVP Kantonsrat (SZ)
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