Riss um Riss – und die Politik schaut weg: SVP fordert Nulltoleranz beim Wolf
Schwyz, 11. September 2026 – Wieder gerissene Schafe, wieder verletzte Nutztiere, wieder Wolfssichtungen in unmittelbarer Nähe von Siedlungen und wieder bleibt die Politik weitgehend untätig. Die SVP Kanton Schwyz ist empört über diese politische Untätigkeit. Für die Partei ist klar: Es kann nicht sein, dass Riss um Riss passiert, während die Verantwortlichen weiter abwarten.

Am 9. September wurden in Oberiberg trotz eingehaltener Herdenschutzmassnahmen durch einen Wolf mindestens zwei Schafe gerissen und zwei weitere verletzt.
Die Ereignisse der vergangenen Wochen und Monate zeigen ein immer deutlicher werdendes Muster. Nutztiere wurden unter anderem in Egg bei Einsiedeln, in Pfäffikon, in der March und nun auch in Oberiberg gerissen. Erst gestern kamen in Oberiberg zwei Schafe ums Leben, zwei weitere wurden verletzt.
Besonders alarmierend ist dabei, dass in Oberiberg eine aufwändig geschützte Herde betroffen war. Für die SVP ist dies ein weiteres deutliches Signal, dass es zu kurz greift, die Verantwortung bei den Landwirten zu suchen oder ihnen mangelnden Herdenschutz vorzuwerfen. Wenn selbst nach Vorschriften geschützte Herden gerissen werden, muss die Politik endlich anerkennen, dass der Herdenschutz das Wolfsproblem nicht lösen kann.
Riss um Riss darf nicht zur neuen Normalität werden
Die SVP Kanton Schwyz kritisiert, dass die Politik die Realität auf den Schwyzer Alpen und Landwirtschaftsbetrieben weiterhin verdrängt. Für die betroffenen Landwirte sind Wolfsrisse keine abstrakte Naturschutzdebatte. Sie bedeuten tote und verletzte Tiere, eine enorme psychische und physische Belastung, zusätzlichen Aufwand und wirtschaftliche Schäden.
Gleichzeitig häufen sich Meldungen über Wölfe, die sich auch am helllichten Tag und in der Nähe von Siedlungsgebieten zeigen. Die SVP nimmt diese Entwicklung ernst. Es darf nicht zuerst zu einem gravierenden Zwischenfall kommen, bevor die Politik bereit ist, zu handeln.
Herdenschutz ist keine Lösung
Die SVP Kanton Schwyz stellt deshalb auch die bisherige politische Fixierung auf Herdenschutzmassnahmen infrage. Der Herdenschutz darf nicht zum Vorwand werden, um die Regulierung des Wolfs auf die lange Bank zu schieben.
Der aktuelle Fall in Oberiberg zeigt aus Sicht der SVP deutlich, dass auch dort, wo die Landwirte ihre Herdenschutzmassnahmen mit riesigem Aufwand nach den bürokratischen Vorschriften umsetzen, Nutztiere gerissen werden. Nichts und niemand ist mehr sicher.
SVP fordert vorsorgliche Regulierung
Für die SVP Kanton Schwyz ist die Konsequenz klar. Es muss endlich gehandelt werden und der Regierungsrat muss die notwendigen Schritte für eine effektive vorsorgliche Regulierung des Wolfsbestandes unverzüglich einleiten. Die SVP fordert deshalb insbesondere, dass unverzüglich ein Antrag auf Entnahme des Chöpfenbergrudels beim BAFU gestellt wird. Ausserdem sind Wölfe welche sich am heiter hellen Tag in Siedlungsnähe bewegen nicht zu vergrämen, sondern endlich zu entnehmen. Der Wildhut ist dabei der klare Auftrag zu erteilen.
Die Politik muss handeln bevor es zu spät ist
Die SVP Kanton Schwyz hat genug von Beschwichtigungen und dem politischen Zuwarten. Riss um Riss kann nicht die Antwort der Politik sein. Denn immer mehr wird der Wolf auch während dem Tag in den Tourismusdestinationen im Kanton gesichtet
Die Landwirtschaft wird folglich immer weiter dazu getrieben, die traditionelle Alpwirtschaft aufzugeben. Auch die Bevölkerung erhält das ungute Gefühl, dass zunehmende Wolfssichtungen in Siedlungsnähe einfach als neue Normalität hingenommen werden.
Die SVP Kanton Schwyz fordert deshalb ein Ende dieser Vogel-Strauss-Politik. Der Wolf ist längst Realität. Jetzt muss auch die konsequente Regulierung Realität werden. Wir fordern eine klare Nulltoleranz beim Wolf.
Es braucht nicht den nächsten Riss, die nächste Sichtung oder den nächsten Zwischenfall, bevor gehandelt wird. Es braucht jetzt eine vorsorgliche und konsequente Regulierung. Die Zeit des Abwartens ist vorbei.
