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Medienmitteilung

Sinkende Grundkompetenzen gefährden Ausbildungsbereitschaft

Der alarmierende Befund der jüngsten Wirtschaftsstudie zum Leistungsabfall bei Schulabgängern hat den Weg ins Parlament gefunden. Mit einer frisch eingereichten Interpellation wird die Regierung nun mit den konstatierten Kompetenzlücken konfrontiert, welche die duale Berufsbildung und den Fachkräftenachwuchs akut gefährden.

Dass Jugendliche beim Eintritt in die berufliche Grundbildung immer grössere Defizite im Schreiben und in der mathematischen Logik aufweisen, ist längst kein isoliertes Ärgernis mehr, sondern eine betriebswirtschaftliche Belastungsprobe. Rund drei Viertel aller Ausbildungsbetriebe müssen laut Umfrage bei 2900 Betrieben mittlerweile erhebliche interne oder externe Ressourcen aufwenden, um diese schulischen Versäumnisse auszugleichen. Dieser unzulässige Zustand treibt die Rekrutierungskosten in die Höhe, zwingt Unternehmen zur Verschärfung ihrer Selektionskriterien und führt im schlimmsten Fall dazu, dass Lehrstellen mangels geeigneter Bewerber unbesetzt bleiben. Besonders KMUs, die personell und zeitlich eng kalkulieren müssen, stehen vor enormen Herausforderungen.

Die Interpellation hakt an den Ergebnissen der Erhebung von economiesuisse, dem Schweizerischen Gewerbeverband und dem Schweizerischen Arbeitgeberverband nach. Die Regierung wird aufgefordert, Farbe zu bekennen und Rechenschaft abzulegen. Dabei wird gefragt, wie der Regierungsrat der Kritik der Wirtschaft begegnet, dass die Volksschule ihrer Kernaufgabe nicht mehr nachkommt.

Zudem soll offengelegt werden, welche Massnahmen geplant sind, um die massiven Einbussen bei Lese- und Schreibkompetenzen sowie im MINT-Bereich zu stoppen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem kantonalen Bildungsmonitoring und der Frage, ob die Regierung bereit ist, die wahren Ursachen offenzulegen und die Grundkompetenzen in der Volksschule wieder konsequent zu gewichten, um die Ausbildungsbetriebe nachhaltig zu entlasten.

Die Studie «Sinkflug der Grundkompetenzen gefährdet die Ausbildungsbereitschaft der Betriebe» belegt in diesem Zusammenhang, dass jedes fünfte Unternehmen plant, wegen des permanent steigenden Förderaufwands künftig weniger Lernende auszubilden. Ohne eine konsequente Trendwende und eine Rückbesinnung auf solide Kulturtechniken in der Volksschule droht der dualen Berufsbildung als dem Fundament des Schweizer Wirtschaftsstandorts ein schleichender Bedeutungsverlust. Der Interpellant verlangt nun Antworten und wirksame Taten.

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