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Editorial

Symptombekämpfung à la SP

Machen wir uns nichts vor: Die Krankenkassenprämien sind nur das Symptom unserer völlig aus dem Ruder laufenden Gesundheitskosten. Die Krankenkassen servieren die Rechnung für ein exquisites Fünfsterne-Menu, das wir uns – oft völlig selbstverständlich – leisten.

Klar ist aber auch: Die steigenden Krankenkassenprämien sind für weite Teile der Bevölkerung ein ernstes Problem. Darum wurden auf Druck der SVP die Abzüge für Versicherungsprämien bei der letzten kantonalen Steuergesetzrevision markant erhöht. Diese Lösung entlastet insbesondere den Mittelstand und verzichtet auf staatliche Umverteilung.

Die SP setzt hingegen mit ihrer Initiative „Kaufkraft stärken“ auf noch mehr Umverteilung (Prämienverbilligungen). Damit heizt sie die weit verbreitete Anspruchshaltung an, anstatt die Ursachen der Kostenexplosion anzupacken: Mehr Wettbewerb und Transparenz, weniger Regulierung und Bürokratie sowie effiziente Versicherungs- und Versorgungsmodelle würden die Gesundheitskosten nachhaltig senken.

Wenn die Krankenkassenprämien weiter steigen, endet der Ruf nach noch mehr staatlicher Unterstützung nie. Bezahlen müssen das am Schluss wir alle – als Steuerzahlerinnen und Steuerzahler. Darum stimme ich Nein zur Initiative «Kaufkraft stärken».

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