Wachstum ohne Ende?
Zur Initiative «Keine 10-Millionen-Schweiz»
Die Schweiz auf dem Weg zur 10-Millionen-Marke: Die aktuellen Prognosen zum Bevölkerungswachstum in der Schweiz sind kein Zeichen von Erfolg, sondern ein Alarmsignal, das wir nicht länger ignorieren dürfen. Wir schmücken uns gerne mit dem Label der Nachhaltigkeit, während wir zusehen, wie pro Sekunde fast ein Quadratmeter Boden unter Beton verschwindet.

Es ist ein mathematischer Widerspruch, zu glauben, dass man auf begrenztem Raum ohne negative Folgen unbegrenztes Wachstum generieren kann. Die Anzeichen für den Dichtestress sind längst keine subjektiven Empfindungen mehr, sondern messbare Realität: Mietpreise, die den Mittelstand aus den Städten verdrängen, eine Infrastruktur am Limit und eine Natur, die immer mehr verschandelt und zurückgedrängt wird. Sind wir wirklich bereit, diese einschneidenden Veränderungen hinzunehmen und die Konsequenzen zu tragen?
Wenn wir die Initiative «Keine 10-Millionen-Schweiz» beziehungsweise die Nachhaltigkeitsinitiative der SVP unterstützen, geht es nicht um Abschottung, sondern um Verantwortung. Wir müssen uns fragen: Wollen wir eine Schweiz, die nur noch aus Agglomerationsbrei und Transitachsen besteht, oder bewahren wir uns die Lebensqualität und den Standard, für die uns die Welt einst beneidete?
Wahre Grösse zeigt sich nicht in der Anzahl der Einwohner, sondern im Mut zur Selbstbeschränkung. Wer Nachhaltigkeit predigt, darf vor der Wachstumsfrage nicht zurückweichen. Bewahren wir gemeinsam, was wir lieben!
Leserbrief im Bote
Gemeinderatskandidat Matthias Loppacher
SVP Ingenbohl-Brunnen
