Mitmachen
Editorial

Schönwetter-Hobby gefährdet unsere Versorgung

Der Bundesrat lehnt die Solarinitiative – die einen noch massiveren Ausbau der Solarenergie fördern wollte – ohne Gegenvorschlag ab, und das ist gut so.

Während wir im Sommer bereits heute fast im Solarstrom ersticken und Überschüsse zu Negativpreisen ins Ausland verschenken, löst kein einziges neues Panel unser wahres Problem: die Winterstromlücke.

Wir steuern sehenden Auges in eine fatale Importabhängigkeit. Die Dekarbonisierungs-Strategie sowie die rasant wachsende Wohnbevölkerung bringen unsere Infrastruktur an den Anschlag. Bis 2050 benötigen wir schlicht die doppelte Menge Strom. Wer glaubt, eine Industrienation mit flatterhaftem Sonnenstrom durch den Winter zu bringen, betreibt physikalische Realitätsverweigerung. Wer mir nicht glaubt: Der «Power Switcher» auf der Axpo-Website zeigt beim Experimentieren mit Energiestrategien gnadenlos auf, wie schnell uns ohne Bandenergie das Licht ausgeht. Im Übrigen ist laut Bundesamt für Bevölkerungsschutz eine Strommangellage das wahrscheinlichste und zugleich teuerste Ereignis, welches die digitale Schweiz heimsuchen könnte.

Wenn wir die Versorgungssicherheit und die Umwelt ernst nehmen, brauchen wir Technologien, die liefern, wenn es kalt und dunkel ist. Schluss mit dem ideologischen Scheuklappendenken und teuren Solar-Subventionsruinen! Wir brauchen moderne, CO2-freie Kernkraftwerke. Nur sie garantieren die nötige Bandenergie im Winter – zuverlässig, wirtschaftlich und umweltfreundlich.

Artikel teilen
über den Autor
Jan Stocker
SVP Kantonsrat (SZ)
weiterlesen
Kontakt
SVP des Kantons Schwyz
Rosalia-Allee 3
6440 Brunnen
Telefon
+41 41 838 19 10
E-Mail
Social Media
Besuchen Sie uns bei:
Wir verwenden Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren, Funktionen für soziale Medien anbieten und Zugriffe auf unsere Webseite analysieren zu können. Ausserdem geben wir Informationen zur Nutzung unserer Webseite an unsere Partner für soziale Medien, Werbung und Analysen weiter. Details ansehen
Ich bin einverstanden