Schluss mit der Sprachenverwirrung – Deutsch first!
Endlich! Der Kantonsrat hat das Postulat zur Abschaffung des Frühfranzösisch erheblich erklärt. Ein überfälliger Befreiungsschlag für unsere Kinder.

Die Zahlen sprechen eine brutale Sprache: Gemäss PISA-Studie ist der Anteil leistungsschwacher Schüler in der Schweiz zwischen 2015 und 2022 von 20 auf 25 Prozent explodiert. Jeder vierte 15-Jährige kann heute kaum mehr einen simplen Alltagstext verstehen. In der eigenen Muttersprache! Während wir unseren Primarschülern drei Sprachen gleichzeitig aufzwingen – Hochdeutsch, Englisch ab der 3. Klasse, Französisch ab der 5. – verlieren wir das Fundament aus den Augen.
Die Realität ist gnadenlos: Im Berufsalltag braucht man Deutsch und Englisch. Punkt. Französisch? Schön, aber sekundär. Bevor wir unsere Kinder weiter mit einem Sprachen-Marathon überfordern, sollten wir endlich auf das Wesentliche fokussieren. Wer seine Muttersprache nicht beherrscht, wird auch keine Fremdsprache richtig lernen – das ist linguistische Grundschule.
Ja, die Bundesvorgaben verlangen zwei Fremdsprachen in der Volksschule. Und ja, ein Schwyzer Alleingang wäre heikel. Aber: Zürich, St. Gallen und Appenzell Ausserrhoden haben bereits ähnliche Beschlüsse gefasst. Die Bewegung ist lanciert. Jetzt braucht es Mut zur regionalen Koordination statt blindem Festhalten an gescheiterten Konzepten.
Die Regierung muss nun liefern: Französisch ab Sekundarstufe I, dafür Stärkung von Deutsch in der Primarschule. Nur so geben wir unseren Kindern das Rüstzeug, das sie wirklich brauchen.
Weniger Sprachenwirrwarr, mehr Substanz.
