SVP Schwyz sagt klar Ja zur Neutralität und Nein zur Ernährungsinitiative
An ihrer Parteiversammlung im Feuerwehrlokal Ingenbohl hat die SVP des Kantons Schwyz die eidgenössischen Abstimmungsvorlagen vom 27. September 2026 beraten. Die über 90 anwesenden Mitglieder fassten klare Parolen: deutliches JA zur Neutralitätsinitiative und klares NEIN zur Ernährungsinitiative.

Dienstag, 25. August 2026 – Im festlich hergerichteten Feuerwehrlokal Ingenbohl begrüsste Kantonalpräsident und Nationalrat Roman Bürgi die über 90 Mitglieder zur Parteiversammlung der SVP Kanton Schwyz. In seiner Eröffnung unterstrich Bürgi die Bedeutung eines engagierten politischen Einsatzes der SVP. Gerade auch bei Abstimmungen, bei denen es um zentrale Fragen für unser Land geht.
Die vergangene Abstimmung zur Nachhaltigkeits-Initiative habe gezeigt, dass die SVP auch über ihre eigene Wählerschaft hinaus überzeugen müsse. Im Kanton Schwyz wurde die Vorlage mit über 60 Prozent Ja-Stimmen angenommen. «Wir müssen unsere Argumente noch stärker in die Bevölkerung tragen. So können wir auch jene Menschen erreichen, die noch nicht SVP wählen», so Bürgi. Ortsparteipräsident der SVP Ingenbohl-Brunnen und Kantonsrat Thomas von Euw hiess die Mitglieder anschliessend im Namen der Ortspartei willkommen und stellte die Gastgebergemeinde in kurzen Worten vor.
Klares Ja zur Neutralitätsinitiative
Als erste Vorlage stand die Neutralitätsinitiative zur Diskussion. Stephanie Gartenmann, Berner Grossrätin und Mitglied des Initiativkomitees, erläuterte die Argumente für die Vorlage. Für sie ist klar: «Eine glaubwürdige, konsequente Neutralität schützt uns vor internationalen Konflikten, stärkt unsere Rolle als Vermittler und garantiert langfristige Sicherheit und Stabilität.»
Die Schwyzer SVP-Basis sieht das gleich. Die Versammlung fasste folglich grossmehrheitlich die JA-Parole zur Neutralitätsinitiative.
Deutliches Nein zur Ernährungsinitiative
Anschliessend wurde die Ernährungsinitiative beraten. SVP-Kantonsrat Martin Brun aus Sattel stellte die Vorlage vor und warnte vor den weitreichenden Folgen für Konsumenten und Landwirtschaft.
Aus Sicht der SVP würde die Initiative zu einer immer stärkeren staatlichen Einflussnahme auf die Ernährung der Bevölkerung führen. Brun kritisierte insbesondere die zusätzlichen Vorgaben und Einschränkungen, welche die Produktion und Verfügbarkeit von Lebensmitteln beeinflussen und damit auch zu höheren Preisen führen könnten. «Die Initiative greift tief in unseren Alltag ein und belastet gleichzeitig unsere heimische Landwirtschaft», so Brun.
Die SVP Kanton Schwyz erteilte der Vorlage eine klare Absage und fasste einstimmig die NEIN-Parole.
Marcel Dettling im Interview
Nach der Parolenfassung richtete sich der Blick von den Abstimmungsvorlagen auf die weiteren aktuellen politischen Herausforderungen in Bern. Nationalrat Marcel Dettling stellte sich im Rahmen eines Interviews der Versammlung und ordnete die wichtigsten nationalen Themen ein.
Dabei rief Dettling die Mitglieder dazu auf, auch nach politischen Rückschlägen konsequent dranzubleiben und sich aktiv für die Anliegen der SVP einzusetzen. Politischer Erfolg brauche einen langen Atem, Überzeugung und vor allem Menschen, die bereit seien, sich einzubringen.
